In pädagogischen und betreuenden Arbeitsfeldern wird häufig von „professioneller Distanz“ gesprochen – manchmal so stark betont, dass echte Nähe kaum mehr Platz findet. Gleichzeitig kann eine unreflektierte, übermäßige Nähe Entwicklungsprozesse behindern und sowohl Klient*innen als auch Fachpersonen belasten.
Dieses Seminar lädt dazu ein, die vermeintliche Gegensätzlichkeit von Nähe und Distanz neu zu betrachten. Wie sieht ein gesunder, lebendiger Wechsel zwischen beiden Polen aus? Wie gelingt es, Klient*innen empathisch zu begleiten und dennoch die eigene Integrität und professionelle Rolle zu wahren? Und welche Haltung unterstützt eine tragfähige Beziehung, ohne in Überforderung oder Burnout zu führen?
Mit theoretischen Impulsen, praxisnahen Modellen und erfahrungsorientierten Übungen entwickeln die Teilnehmer*innen ein tieferes Verständnis für gelingende Beziehungsgestaltung – und für die Bedeutung der eigenen Selbstfürsorge.
Inhalt
Erziehung ist Beziehung – und Beziehung ist Kommunikation
pädagogisch relevante Kommunikationsmodelle
die Rolle der Spiegelneuronen in der Beziehungsarbeit
Grundformen von Wahrnehmung und Beziehung
Resonanz und Empathie als Basis professioneller Nähe
Authentizität und Selbstkongruenz
Grenzen setzen und wahren
Burnout-Prophylaxe durch bewusste Balance von Nähe und Distanz