Gewaltprävention
Gewaltprävention
Gewalt macht betroffen und lässt uns oft ratlos zurück. Prävention geht an die Anfänge und fragt, wie Gewalt verhindert werden kann.
In diesem Lehrgang wird auf die Besonderheiten von Gewaltsituationen und deren Entstehung eingegangen. Wirksame Präventionskonzepte werden zur Verfügung gestellt und die praktische Arbeit mit Theorien verknüpft. Fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Gewaltforschung bilden die Basis.
Wie ist der Lehrgang aufgebaut?
Der Lehrgang gliedert sich in drei Teile. Am Beginn steht ein Präsenzmodul, in dem allgemeine Grundlangen vermittelt werden. Methoden und Techniken der Präventionsarbeit werden vorgestellt.
Ein umfangreicher Studienbrief zum Selbststudium bildet den zweiten Teil des Lehrgangs. Inhaltlich besteht dieses aus soziologischen und psychologischen Theorien und unterschiedlichen Aspekten des Gewaltprozesses:
- Gewalt und Geschlecht,
- sexuelle und sexualisierte Gewalt,
- Mobbing,
- Rassismus und Extremismus,
- Sexismus,
- Möglichkeiten der Intervention in Gewaltsituationen
- Gewalt und Recht unter besonderer Berücksichtigung des Strafrechts
Der dritte Teil besteht aus zwei Präsenzmodulen, an dem einzelne Themen vertiefend betrachtet werden. Insbesondere geht es um Mobbing, sexuelle und sexualisierte Gewalt im sozialen Nahfeld, sowie der Themenkreis von Rassismus und Extremismus. Den Abschluss bilden Grundlagen der Erstellung eines Gewaltschutzkonzepts.
Spezifische Interessen von Teilnehmenden werden bei der konkreten Ausgestaltung des dritten Teils berücksichtigt
Wie wird im Lehrgang gearbeitet?
Für den theoretischen Teil wird ein Skript zur Verfügung gestellt, das im Selbststudium erarbeitet wird. Dazu werden auch Reflexionsfragen angeboten.
Der praktische Teil wird in drei Präsenzmodulen erarbeitet. Hier werden Übungen und Techniken ausprobiert, die sich in der praktischen Präventionsarbeit bewährt haben. Als Abschlussarbeit dient eine praktische Übungsaufgabe im letzten Modul, in dem ein Gewaltschutzkonzept in seinen groben Zügen erarbeitet wird.
Für wen ist diese Weiterbildung geeignet?
Der Lehrgang ist anwendungsorientiert und richtet sich an Menschen, die in ihrem Umfeld das Entstehen von Gewalt verhindern möchten und/oder in deren Umfeld Gewalt eine Rolle spielt. Pädagog*innen, Trainer*innen, Pflegefachkräfte, Führungskräfte, Betriebsrät*innen, Sozialarbeiter*innen, etc.
Wie wird der Lehrgang anerkannt?
Dieser Lehrgang wird vom Land OÖ als Fortbildung im Sinne des § 11 Abs. 1, 2 und 2a des OÖ. Kinderbildungs- und -betreuungs-Dienstgesetzes anerkannt.
Dieser Lehrgang berechtigt nicht zur therapeutischen Arbeit mit erkrankten Menschen ausgenommen, Sie haben eine entsprechende Vorqualifikation.